Lebendige Innenstadt und lebendige Stadtteilzentren

Wir wollen eine lebendige Innenstadt und lebendige und funktionsfähige Stadtteilzentren. Denn diese machen eine Stadt erst liebens- und lebenswert.

Wir wissen, die Ratinger Innenstadt hat viele Potenziale, der Einzelhandel aber auch viele Probleme. Durch die Corona-Krise werden die bestehenden Probleme noch weiter verschärft mit zum Teil sich jetzt schon abzeichnenden gravierenden Folgen. Diese Probleme haben primär mit dem starken Anwachsen des Online-Handels und der zu geringen Bindungswirkung des Ratinger Einzelhandelsangebot für die vorhandene Kaufkraft zu tun.

Denn Kaufkraft ist in Ratingen genug vorhanden. Berechnet man den Bundesdurchschnitt mit 100%, so liegt NRW bei 99,5% und Ratingen bei stolzen 117,1%. Doch diese hohe Kaufkraft nutzt der Innenstadt und dem Ratinger Einzelhandel nicht so, wie wir es uns wünschen würden.

Wir als SPD haben im Aufsichtsrat der Ratingen Marketing GmbH (RMG) dazu beigetragen, dass die RMG viele gute Maßnahmen und Impulse für unsere (Innen)-Stadt setzen konnte.

Mit der „DumeklemmerCard“ wurde durch die Ratingen Marketing GmbH ein richtiger Schritt gemacht, um auf eine sinnvolle Art und Weise „Lokalpatriotismus“ und Kaufkraftbindung zusammenzubringen.

Genau so sinnvoll ist die Ratingen App, die den Nutzerinnen und Nutzern auf der Suche zum Beispiel nach Pro­duk­ten, Dien­stleis­tern, Restau­rants, Ver­anstal­tun­gen oder Park­möglichkeiten in Ratin­gen eine zeitgemäße Unterstützung gibt, die weit über das bloße Einkaufen hinausgeht.

Die vielen gelungenen Veranstaltungen haben Ratingen auch in der Region als positiv besetzte „Marke“ etabliert und bekannt gemacht.

Solche und viele andere gute Ideen brauchen wir für unsere Stadt. Hier setzen wir auf neue Ideen, gemeinsam mit den Akteuren.

Das Rufen nach mehr Parkplätzen oder Senkung der Parkgebühren hilft uns nicht weiter. Anstatt immer zu betonen, was es in Ratingen alles nicht gäbe, wäre es aus unserer Sicht viel klüger, mehr herauszustellen, was Ratingen alles hat:

  • Eine schöne historische Innenstadt
  • Den Wochenmarkt als Anziehungspunkt
  • Eine hohe Aufenthaltsqualität
  • Kurze Wege und ein Angebot, das viel besser ist als sein Ruf

Mit der Entscheidung für die Wallhöfe sehen wir einen weiteren Beitrag zur Stärkung der Innenstadt durch Stärkung der Funktion Wohnen in der Innenstadt und Ansiedlung von Frequenzbringern wie Edeka und Aldi. Daher haben wir diese Pläne auch mitgetragen, die auch städtebaulich einen großen Fortschritt darstellen. Leider ist es nicht gelungen, die unmittelbaren Anwohner/innen von dem Projekt zu überzeugen. Wir setzen aber darauf, dass es auch dafür eine Lösung gibt.

Zur Belebung und Unterstützung der Innenstadt gehört überall wie möglich die Stärkung der Funktion Wohnen. So sehen wir das Projekt der WOGERA an der Grabenstraße neben dem Park am Beamtengäßchen auch als einen Beitrag zur Stärkung der Innenstadt.

Dazu gehört für uns auch, dass das Jugendzentrum Lux unbedingt in der Innenstadt bleiben muss, wenn das Areals an der Kirchgasse neu gestaltet wird. Jugendliche gehören in die Innenstadt und nicht an den Rand.

Wir haben den Park am Beamtengäßchen mit dem beliebten Spielplatz vor dem Schicksal einer dürftigen Überflächenbegrünung einer Tiefgarage gerettet, so dass diese grüne Lunge auch weiterhin zu der Aufenthaltsqualität der Innenstadt beitragen kann. Durch die Erweiterung um die neu geschaffenen Freiflächen entlang der Wallstraße wird die Attraktivität noch steigen ebenso wie durch das Konzept eines Mehrgenerationenparks.

Viele Teile der Innenstadt sind in die Jahre gekommen. Für den Bereich der Kornsturmgasse sind Lösungen über das Integrierte Handlungskonzept Ratingen Zentrum (INTEK) gefunden worden. Als einen weiteren Schritt sehen wir die Wiederbelebung der Wallpassage zum Beispiel als Markthalle. Damit könnte Ratingen mit einem neuen Anziehungspunkt aufwarten.

Wir wollen die vorhandenen Tiefgaragen durch Umsetzung des seit Jahren beschlossenen Parkleitsystems besser nutzen. Wir brauchen nicht noch mehr Tiefgaragen, sondern nur eine intelligente Steuerung und Nutzung.

Generell soll weniger Verkehr als heute in die Innenstadt fahren, um Parkplätze zu suchen. Dazu können wir uns auch die Schaffung einer kostenlosen Ringbuslinie um die Innenstadt (Hop on/ Hop off) zur Minimierung des Verkehrs vorstellen.

Ein weiteres Ziel ist für uns die Entbürokratisierung der Gestaltungssatzung für die Innenstadt.

Für die Stadtteilzentren nehmen wir uns vor:

Die Stadtteilzentren müssen besser gefördert werden. Das Stadtmarketing muss auch hier aktiv werden. Nahversorgung muss in jedem Stadtteil zumindest sichergestellt sein.

Die Ratingen Marketing GmbH soll verstärkt für alle Stadtteilzentren aktiv werden und passgenaue Konzepte gemeinsam mit den lokalen Akteuren entwickeln

Nahversorgung muss in allen Stadtteilzentren möglich sein, hier wollen wir auch innovative Wege gehen, wenn gewerbliche Anbieter ausbleiben (wie z.B.  über sog. CAP-Läden oder Kombinationslösungen Bankautomaten/ Post/ Einzelhandel)

Als Ziel soll jeder Stadtteil einen Mehrgenerationentreff haben, wobei für uns auch das Modell des Homberger Treffs (getragen von bürgerschaftlichem Engagement) ein Vorbild sein kann.